Tafelvermehrung in Deutschland (Quelle: ZEIT-MAGAZIN)



Infografik Ole Häntzschel – Quelle Bundesverband Deutsche Tafel e.V., Stand Juni 2008.


„Soll man sich freuen, daß es inzwischen so viele von Ihnen gibt? Oder soll man traurig sein, weil so viele nötig sind?

Es fing an mit einer allerersten Tafel in Berlin im Jahre 1993, heute sind sie überalll. Sie folgen alle derselben Idee: Wer kein Geld für Essen hat, bekommt es umsonst. Bürger spenden Geld, Geschäfte spenden überschüssiges Obst, Gemüse und Brot, das noch einwandfrei geniessbar ist. Die Idee entstand in den Metropolen, in denen sich die Armut ballt, inzwischen hat sie sich ausgebreitet übers Land, auch dort, wo man vor allem Millionäre vermutet: auf Sylt, in Starnberg und Garmisch.

Die meisten Tafeln gibt es im südlichen Bayern und in Baden-Württemberg. Denn geholfen wird dort am meisten, wo es außer Armen auch noch genügend Reiche gibt, die den Armen helfen wollen. Die ärmsten Gegenden in Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt, so ungerecht ist das, sind auch am ärmsten an Tafeln.“

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